Archiv für März 2010

Keine weitere Zigarette mit der Polizeipressestelle Kiel

Ja nun. FSK kann auch sehr nervig sein. Da will man mal rein hören und
bekommt zwei Stunden Politikgebrabbel oder alternativ zwei Stunden nur
Klänge, aber keine Musik. Das gefällt nicht jedem. Aber FSK möchte ja auch
nicht Soundtrack des kapitalisitsche Alltags sein, sondern Möglichkeit
zum Ausbruch, der Verweigerung oder des Liegenbleibens, wenn
morgens der Wecker klingelt. Dazu kommt das Konzept der
intervenierenden Gegenöffentlichkeit, also nicht Megaphon der Linken zu sein,
sondern in kritischer Distanz Reflektion und Intervention in
gesellschaftliche Prozesse zu leisten.

Das hat offenbar auch die Polizeipressestelle Kiel gemerkt und FSK wohl zum
Feindsender erklärt. Sie erteilt nun FSK-RedakteurInnen keine
telefonische Auskunft mehr. Im nächsten Atemzug wird die Emailadresse
der Pressestelle in die Feder des Redakteurs diktiert, man müsse jetzt
schriftlich anfragen. Nee, so nicht, denken wir und fordern
Rechtfertigung. Man habe schlechte Erfahrungen mit FSK Redakteuren
gemacht (da können sie sich anstellen bei verschiedenen Linken die
ähnliche Wahrnehmungen von FSK haben). Im Prinzip !yeah!, ohne plumpe
Abgrenzung betreiben zu wollen, aber wenn die deutsche Polizei nicht
mehr mit kritischen BerichterstatterInnen reden will, haben wir ja alles
richtig gemacht.

In der sogenannaten freien Wirtschaft allerdings wäre es wohl ein
Kündigungsgrund, sich total verunsichern zu lassen weil ein
nichtkommerzielles Lokalradio mal anruft und nach Informationen fragt.
Egal. Wir schreiben dann jetzt Mails mit der Polizeipresse, denn das ist
noch möglich. Vlt. springt ja noch eine Brieffreundschaft raus.

Interview zum erneuten Anschlag auf den Zapata Buchladen

zum Anschlag vom 18.02.2010 auf den Buchladen Zapata