Archiv für September 2008

Jüdische Gemeinde Unterstützt Antifa Demo in NMS

Im Nachmittagsmagazin für subersive Unternehmungen äußerte sich ein Vertreter der jüdischen Gemeinde sehr positiv zu den Aktivitäten gegen Neofaschisten in Neumünster und kündigte praktische Solidariät und sichtbare Präsenz auf der Demonstration am kommenden Samstag an.

Das Interview

„Meine Großeltern waren beide in Auschwitz und meine Großeltern haben mir beigebracht lass nicht zu, dass solche Menschen wieder Fuß fassen“

Mit der Teilnahme von JüdInnen und Juden entsteht für die antifaschistische Bewegung die Verantwortung diese vor Übergriffen jetweder Couleur zu schützen.

Rede von der Fahraddemo in Kiel „Für Freiräume im Leben und Denken“

Am 23.07.2008 fand in Kiel eine Fahrrad Demonstration unter dem Motto „Freiräume im Leben und Denken“ statt. Dem Aufruf des Arbeits- und Aktionskreises kritischer Studierender folgten 30 FahrradfahrerInnen und SkaterInnen. Dazu wollen wir hier folgenden Redebeitrag dokumentieren:
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Kritik am Aufruf zur antikapitalistischen Demonstation in Plön

Dieser Text wurde in der vergangenen Löwenzahn Sendung verlesen und hier nun zum nachlesen:

Null-Tarif – Brille

Auf der Homepage des Vereins der Alten Meierei in Kiel gab’s was zu sehen: einen Aufruf, nach Plön zu fahren. Dort fand, so die AufruferInnen am 05.09.2008 das „Global Economic Symposium“ (im weiteren GES) statt. Ebenfalls fand eine antikapitalistische Demo gegen das Symposium statt. Leider fällt der Aufruf dazu nur sehr kurz aus.

Kostenlose Brillenanpassung

Was auf dem Treffen in Plön passieren sollte, ist gewohnt schwammig geschrieben. Das weitreichende Thema: interdisziplinäre Diskussion über Politik und Wirtschaft, so ist es der Hompage des Symposiums entnommen (www.global-economic-symposium.org). Eine eigene Analyse wurde nicht produziert, was dort also passiert, bleibt Menschen mit einem Zugang zum internen Bereich dieser Homepage vorbehalten. Da liegt allerdings auch die Problematik; warum das Schloss in Plön eigentlich eine vermeintliche „Festung des Neoliberalismus“ werden wird, bleibt unklar. Die Aufzählung, dass BASF und andere viel Geld verdienen, ist nix neues. Expansion, transnationale Geschäfte und Gewinnsteigerung sind ebenfalls strukturelle Zwänge in der kapitalistischen Ordnung. Dieser Zwang negiert zwar nicht jedwege Kritik, doch bietet sie auch wenig Raum für radikale Kritik der Umverteilung globalen Reichtums in und durch die Wirtschaftstriade (Europa, Asien, Nordamerika). Zeigt aber, dass die „Null-Tarif-Brille der Kritik“ aufgesetzt wurde. Mit der Brillen-Analogie ist eine spezifische Sichtweise gemeint, aus der heraus argumentiert wird. Sich rein auf die Gewinne zu stürzen bleibt zu sehr in Kategorien kapitalistischer Organisierung verhaftet. Es wirkt populistisch, mit den Zahlen kann niemand etwas anfangen. Ist es ein hoher Gewinn für die Chemiebranche? Ist der Konzern mächtig innerhalb seiner Branche? …. Und vor allem spielt das überhaupt eine Rolle? Es scheint mehr, als solle hier wieder ein inszenierter Protestkult à la NOG8 geschaffen werden. Alles wird dem Interesse einer wie auch immer gearteten Bewegung untergeordnet. Das der Bewegungshype in die Sackgasse führt, zeigt die Niederlage Heiligendamm sowie die ganzen sang- und klanglos verschwundenen NoG8 Gruppen, einzig die Linkspartei kann sich über WählerInnen freuen.
Doch nochmal zu BASF, ein kleiner Blick auf den Wikipedia Artikel zu BASF hätte gezeigt, wo ein wichtiger Kritikpunkt wär. BASF war Teil der I.G. Farben, also jener Gruppe, die massiv vom Nationalsozialismus profitierte. Sie beuteten ZwangsarbeiterInnen aus und produzierten Nachschub für die Wehrmacht, produzierten das Zyklon B, welches benutzt wurde für den Massenmord an Jüdinnen und Juden und allen Menschen die nicht ins nationalsozialistische Weltbild passten. Dies ist aber nicht Teil der Kritik der AufruferInnen, stattdessen wird der so genannte „Großindustrielle“ Fielmann als Drahtzieher der neoliberalen Festung ausgemacht. Auch hier zeigt sich, dass die Kritik an der NO-G8-Mobilisierung völlig vorbei gegangen ist. Es wird wieder versucht, Kapitalismus auf einzelne Personen runterzurechnen, um sie dann noch mit dem Sterotyp des Großindustriellen zu belegen. Allerdings hat der moderne Kapitalismus den alleinigen Industriebesitzer schon lange überwunden, zu Gunsten einer kollektiven Partizipation aller Menschen durch ein paar Euro für eine Aktie. Hiermit ist wohl für alle klar, dass nicht nur die Projektionsfläche des manifesten bösen Besitzers passe ist, und sichtbar, dass jeder und jede beim Verwertungs- und Reproduktionsprozess im Kapitalismus mitmachen kann, es auch macht, aber jede/r auch dazu gezwungen ist.

Die Null- Tarif – Versicherung

Es muss noch gesagt werden, dass die AutorInnen zum Schluss einen Schritt zurück gehen und sagen, dass eben doch das System böse ist, der Fehler nicht in Institutionen oder Personen liegt. Dies scheint aber keine Einsicht, sondern Alibi zu sein, denn sonst hätte das in der Analyse sichtbar werden müssen. Außerdem ist Gesellschaft auch durch Institutionen konstituiert, sowohl im Sinne von sozialer Interaktion, wie auch im physischen Sinne von Polizei, daher ist deren Funktion und Ausgestaltung für eine Analyse durchaus wichtig.

Radiobeitrag zum „Club 88″ in Neumünster

So,

hier dokumentieren wir einen Beitrag, der heute im FSK gesendet wurde. Dieser beschäftigt sich mit dem „Club 88″, gibt Stimmen vom AJZ Sommerfest wieder und dokumentiert ein löwenzahn Interview zur Antifakampange.

Infos zur Demo am kommenden Samstag gibts HIER.

viel Spaß beim hören.

Feindsender hören! Support FSK.

DER BEITRAG aus der Stadt mit knapp achtzigtausend EinwohnerInnen